Mai 05, 2021

Highland Hope – ein schottischer Urlaubsroman

-Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt-

Ich bin der größte Schottland-Fan, obwohl ich noch nie dort war. Aber die rauen Küsten und Berge haben mich schon immer fasziniert, weshalb Schottland mein Nummer eins Reiseziel ist. Ich habe schon oft Urlaubspläne geschmiedet, aber es kam leider immer etwas dazwischen, von zu teuren Hotels bis hin zu Corona. Als ich dann Highland Hope entdeckt habe, musste ich es sofort lesen. Wenn wir in der Corona-Zeit schon nicht nach Schottland reisen können, können wir uns wenigstens in die mystischen Highlands träumen.

Colleen Murray verlässt nach dem Tod ihres Vaters ihre Heimat Boston, um seinen letzten Wunsch zu erfüllen. Das kleine Dorf Kirkby in den schottischen Highlands ist ihr Ziel, wo ihr Vater aufgewachsen ist und wo er auch wieder begraben werden möchte. Das verregnete und kalte Schottland kann sie anfangs noch nicht begeistern, bis sie auf den gutaussehenden Bed & Breakfast Besitzer und alleinerziehenden Vater Alex Fraser trifft. Colleen findet nach all den schrecklichen Erlebnissen der letzten Monate endlich wieder ihr Glück. Doch dann drohen ihre und Alex´ Vergangenheit das Glück zu zerstören.

Der Schreibstil hat mir von Anfang bis Ende gut gefallen. Die Autorin schreibt sehr klar, verständlich und bildhaft. Von der ersten Seite an konnte ich total abtauchen. Charlotte McGregor hat das romantische kleine Dorf Kirkby und die Highlands so toll beschrieben, dass ich mich beim Lesen nicht mehr in meinem Zimmer, sondern in Schottland befunden habe. Ich hatte Fernweh nach einem Dorf, welches gar nicht existiert.

Die erste Hälfte des Buches hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es ist nicht wirklich viel passiert und die Geschichte hat sich nur langsam entwickelt. Aber das fand ich sehr passen, da natürlich auch die Menschen in den Highlands ein gemächliches Leben führen. Ich fand auch die Charaktere sehr sympathisch. Aber nach der ersten Hälfte hat mich das Buch leider etwas enttäuscht. Je weiter sich die Beziehung zwischen den Charakteren entwickelt hat, desto mehr sexuelle Anspielungen wurden gemacht. Die haben für mich leider das positive Gefühl, welches ich während des Lesen hatte, total zerstört. Die romantische Stimmung wurde dadurch immer wieder zunichte gemacht. Die richtigen Sexszenen fand ich wirklich unfassbar unangenehm. Ich bin keineswegs Prüde und fand die Szenen in Obsidian zum Beispiel immer sehr romantisch und sinnvoll. Aber in Highland Hope wirkten die Szenen immer sehr unpassend auf mich und sie haben auch nichts zu der Story beigetragen. Ich hätte diese Szenen am liebsten immer übersprungen, so beschämend fand ich sie.

Auch die Charaktere gingen mir zeitweilig auf die Nerven. Ich finde zwei über 30-jährige sollte wissen, dass man in einer Beziehung miteinander reden muss und sich nicht einfach wilde Anschuldigungen ausdenken kann. Es hat mich wirklich aufgeregt, dass die Chrakatere nicht miteinander über ihre Gefühle und Ängste gesprochen haben, sondern sich manchmal tagelang ignoriert haben, obwohl sie offensichtich ein ziemliches Problem zu lösen hatten. Alex hat mir oft viel zu kindlich gehandelt. Ich konnte oft sein Handeln und Denken nicht nachvollziehen, egal ob es um seinen Sohn ging oder um Colleen.  

Alles in allem war Highland Hope echt ein tolles Buch für zwischendurch, welches meine Liebe für Schottland mal wieder entflammt hat. Jedoch hatte es auch einige schwächen, wie die unschönen Sexszenen und das nicht nachvollziehbare Handeln der Hauptpersonen. Nichtsdestotrotz kann ich das Buch empfehlen.

Bewertung

★★★☆☆

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