Juli 22, 2021

Higland Hope 2 – Ein Pub für Kirkby

 Werbung – dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Das beeinflusst nicht meine Meinung.

Isla Fraser ist eine begnadete Sterneköchin und das Aushängeschild des kleinen Dörfchens Kirby in den schottischen Highlands. Als ihr Rivale Rodney Swington ganz in ihrer Nähe sein neues Restaurant eröffnet, muss die sonst so selbstbewusste Schottin bangen. Denn die beiden haben eine gemeinsame Vergangenheit und Swington würde alles tun, um Isla zu schaden. Dann zieht auch noch der neue Pubbesitzer Jon Grant nach Kirby und sorgt für ordentlich Trubel. Doch schon nach kurzer Zeit können er und seine Neufundländerhündin das Herz der Köchin erobern. Aber Jon hat ein Geheimnis, das Isla schon bald an seiner glaubwürdigkeit zweifeln lassen wird.

Ich habe mich sehr gefreut, diesen Sommer erneut in die schottischen Highlands und das idyllische Örtchen Kirby einzutauchen. Der erste Band konnte mich ja nicht zu 100% von sich überzeugen, weshalb ich mir viel vom Folgeband erhofft habe.

Das Cover gefällt mir wieder sehr gut. Es passt gut zum ersten Band und zeigt mal wieder die schöne Landschaft Schottlands, aber auch den Pub in Kirkby.

Der Schreibstil ist fabelhaft, sodass man sofort seine Umgebung vergisst und in die Handlung eintaucht. Ich hatte keine Probleme mich wieder in die Geschichte reinzufinden. Von der ersten Seite an war ich an das Buch gefesselt und konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Das lag zum einen daran, dass von Beginn an ein hoher Spannungslevel aufrecht gehalten wurde. Man begegnet Isla, als sie gerade in einem Restaurant sitzt und dieses noch vor der Vorspeise wieder wutentbrannt verlässt. In diesem Zustand begegnet sie dann ausgerechnet dem neuen Pubbesitzer und macht ihn zur Schnecke. Der Schlagabtausch der beiden Hauptcharakere war oft sehr amüsant und unterhaltsam. zum anderen ist Kirkby einfach ein traumhafter Ort, an dem ich selbst gerne leben möchte. Der Zusammenhalt im Dorf ist sehr stark, da muss man sich einfach sofort wie zuhause fühlen.

Im ersten Band war mein größter Kritikpunkt, dass sich die Hauptcharaktere Colleen und Alex oftmals sehr kindisch verhalten haben. Aber zum Glück kann ich das nicht über den neuen Band der Highland Hope Reihe sagen. Isla und Jon waren sehr Reife Charaktere, deren Verhalten ich immer nachvollziehen konnte. Isla ist durch ihre große Kochleidenschaft und ihr Temperament sehr sympathisch. Generell hat mir der Kochaspekt im Buch sehr gefallen, da ich selbst gerne Koche. Jon war auch ein netter und sympathischer Charakter. Dass er immer Islas Retter in der Not sein wollte und sofort gekränkt war, wenn sie anderer Meinung war, hat mich ziemlich gestört. Das ist sehr charakterschwach. Isla ist eine unabhängige Frau, die keinen Mann braucht der sie beschützt. Ich mag es nicht, wenn Frauen immer als hilflose Wesen dargestellt werden.

Auch die Bemerkung „Männerumarmung“ ist zweimal gefallen, was mich sehr gestört hat. Ich weiß, was damit gemeint ist, empfinde es aber als sehr unangebracht. Männer können sich auch „normal“ umarmen. So viel toxic masculinity habe ich noch nie in einem Buch erlebt und es ist mir echt negativ aufgestoßen. Besonders seltsam finde ich, dass das Buch von einer Frau geschrieben wurde, und die eigentlich wissen müsste, wie es besser geht. Das ist schade, denn alles in allem hat mir das Buch sehr gefallen.


Bewertung 

★★★★☆

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